Einfühlung und Mystik in der Phänomenologie Edith Steins.

Rosalia Caruso

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

Abstract

Seit den Anfängen der philosophischen Spekulation – man denke etwa an Platons Alkibiades – geschieht die Reflexion des Themas des Andersseins in seiner doppelten Deklination. Auch heute übt sie noch große Faszination aus. Ich möchte die Aufmerksamkeit auf das Ineinandergreifen zwischen die Eigenerfahrung und die Fremderfahrung richten – eine Frage, die von Edith Stein schon innerhalb ihrer Doktorarbeit diskutiert wurde und dabei ähnliche Verflechtung zwischen Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis aufweist, wie sie die Phänomenologin infolge ihrer Augustinuslektüre, vor allem aber in Bezug auf die phänomenologische Betrachtung der mystischen Erfahrungen der Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz untersucht hat. Meiner Meinung nach hat Edith Stein diese Problematik kohärent weiterverfolgt, indem sie eine phänomenologische Betrachtung über Empathie und Mystik entwickelte. Um die Hypothese einer Parallelität zwischen beiden Kategorien kurz gefasst vorzuschlagen, soll der Fokus auf die Fragestellung, die damit verbundenen Probleme und mögliche Lösungensversuche gelenkt werden. Die Entwicklung der Arbeithypothese umfasst die Thematik der Intersubjektivität, wo Interiorität und Traszendenz aufeinander treffen.
Original languageGerman
Number of pages38
JournalLibri Nigri Denken über Grenzen Thinking Across Boundaries Herausgegeben von / Edited by Hans Rainer Sepp
VolumeDenken über Grenzen / Thinking Across Boundaries
Publication statusPublished - 2011
Externally publishedYes

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